Der „Go Parc“ in Münster hat Insolvenz angemeldet. Der Betrieb hatte bereits Wochen vorher auf seiner Homepage eine Sommerpause angekündigt. Tatsächlich soll der Vermieter die Schlösser ausgetauscht haben. Erst im Frühjahr war die Großdiscothek umgebaut und in zwei Betriebe unterteilt worden. Während das Tanzlokal „Bailando“ optimale Besucherzahlen erzielte, lief der eigentliche „Go Parc“ eher schlecht. Sommerwetter und Fußball-WM taten ein Übriges. Betreiber Michael Büter zog daher die Notbremse. Der Herforder „Go Parc“ ist von der Insolvenz nicht betroffen.
Fröhlich und ausgelassen sollte gefeiert werden. Doch die Loveparade in Duisburg wurde für 21 junge Menschen zur Todesfalle. Weit über 300 wurden gegen 17 Uhr verletzt. Rund 1,4 Mio. Raver – andere Quellen sprechen von erheblich geringeren Zuschauerzahlen – sollen sich auf den Weg zur dritten Loveparade im Ruhrgebiet gemacht haben. Aber diesmal gab es keine Straßenparade. Das gesamte Event inklusive der Anschlussveranstaltung fand auf einem eingezäunten Gelände mit nur einem einzigen Ein- und Ausgang durch einen langen Straßentunnel statt. Hunderttausende bekamen den Todestunnel erst gar nicht zu Gesicht. Ihr Loveparade-Trip endete bereits einen Kilometer vor dem Haupteingang an Polizeisperren, die wegen Überfüllung des Geländes schon am frühen Nachmittag eingerichtet wurde. Doch das Loveparade-Areal war gar nicht überfüllt. Problem war das Nadelöhr durch den Tunnel mit anschließender Rampe auf das Gelände. Viel zu viele Menschen drängten sich dort hinein. Am Ausgang stockte es. Die Menschenmenge wurde förmlich zusammengedrückt. Zusätzlich kletterten wie bei vielen Großveranstaltungen zahlreiche Besucher auf Containerdächer oder versuchten über eine schmale gesperrte Treppen auf das Gelände zu gelangen. Dabei stürzten wohl einige aus großer Höhe direkt in die Menge ab. Panik brach aus. 21 Menschen starben – Ursache Brustquetschung. Die Abschlussveranstaltung lief bis 23 Uhr aus Sicherheitsgründen weiter. Auch die 1Live-Party im „Delta Musik Park“ fand statt – allerdings sagten mehrere Top-DJs wie David Guetta ihren Auftritt dort ab. Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller kündigte am Tag nach der Katastrophe das Ende der Loveparade an. Die Staatsanwaltschaft nahm ihre Untersuchungen auf. Etliche Stimmen wurden laut, das Eventkonzept mit nur einem Eingang hätte niemals genehmigt werden dürfen. Das wird zu klären sein. Auch disco-magazin war nach Duisburg gereist. Chefredakteur Klaus Niester fühlte sich an das Stierrennen in Pamplona erinnert. „Schon die Zuwege von der Innenstadt zum Partygelände waren größtenteils eingezäunt und wirkten an einigen Stellen bedrückend eng. Auch ohne die tödliche Massenpanik wäre es zu massiver Kritik gekommen. Die Veranstalter hatten mit eineinhalb Millionen Menschen gerechnet und wussten genau, dass nur ein Bruchteil die Möglichkeit haben würde, die Floats und Bühne jemals zu Gesicht bekommen zu können. Das konnte nicht gut gehen.“ disco-magazin trauert um die Opfer.
Irgendwo an der DJ-Kanzel hat das Feuer seinen Anfang genommen und dann große Teile des „Enjoy“ in Karow zerstört. Der Sachschaden dürfte fast sechsstellig sein, verletzt wurde niemand, da die Discothek Betriebsferien hatte. Betreiberin Constanze Winter war geschockt, als sie von der Katastrophe erfuhr. Sie war zum Zeitpunkt des Brandes in Indien im Urlaub. Warum das Feuer ausbrach, ist bislang noch unklar. Vor neun Jahren war das „Enjoy“ schon einmal niedergebrannt. Damals wurde Brandstiftung festgestellt. Constanze Winter hatte ihren Laden aber rasch wieder aufgebaut. Erst im vergangenen Jahr hatte die Gastronomin für eine Viertel Million Euro auf den neuesten Stand gebracht.
Aufgrund baulicher Verzögerungen wird die Eröffnung des „Ruby“ in Dortmund um eine Woche auf den 10. Juli verschoben. Die Location, die als erster Betrieb im neuen Dortmunder U eröffnet, stellt einen Mix aus Microclub, Lounge, Cocktailbar und Bistro dar. Blickfang ist eine ist Blattgold verzierte Theke. Im 15 Meter hohen Glaserker hängen Pendelleuchten und LED-Deckenpaneele sorgen für atmosphärische Stimmung. Hinter dem Objekt stehen Till Hoppe und Thomas Pieper. Mehr unter www.u-ruby.me.
Anfang Mai startete Tommy Serano sein nächstes Nightlife-Projekt. In Landshut eröffnete der bekannte Top-DJ im City Center Landshut (CCL) das „Meamea“. Die 500 qm im sechsten Stock des Einkaufsparks teilen auf in einen Floor und eine separate Raucher-Lounge. Die Nachtschwärmer blicken über große Panoramafenster auf die Stadt herab. Mehr unter „www.meamea.de“.

